Mein erster Arschfick
- März 8th, 2009
Unter Analverkehr oder Analkoitus (von lat. anus After; auch: Pedicatio) – umgangssprachlich auch Analsex genannt – versteht man das Einführen des erigierten männlichen Penis in den After des Sexualpartners. Das Einführen eines Sexspielzeugs oder anderer Gegenstände, der Finger oder der Hand (Fisting) sowie der Zunge (Anilingus) zählt zur analen Stimulation und nicht zum Analverkehr.
Prinzip
Der Afterbereich ist bei Personen beider Geschlechter eine sexuell stimulierbare erogene Zone, die mit vielen Nervenenden ausgestattet ist. Zusätzlich führt beim Mann passiver Analverkehr zur Reizung der sexuell empfindlichen Prostata, die einen Orgasmus auslösen kann. Bei der Frau können durch Analverkehr auch der sogenannte A-Punkt und das Scheidengewebe stimuliert werden. Für den aktiven Partner bedeutet der Analverkehr aufgrund der engeren und potenziell muskulöseren Körperöffnung eine intensivere Stimulation gegenüber dem Vaginalverkehr. Die Praktik setzt für viele Personen ein höheres Maß an Vertrauen voraus, wird andererseits jedoch auch als entsprechend intimer empfunden.
Als „aktiv“ wird beim Analverkehr diejenige Person bezeichnet, die ihren Penis einführt, als „passiv“, auch „anorezeptiv“, diejenige, bei der der Penis eingeführt wird. Beides kann als lustvoll empfunden werden.
Eine Sonderform des Analverkehrs stellt das Pegging dar, dabei wird der aktive Part durch die Frau mit Hilfe eines Dildo übernommen. Pegging kann sowohl in lesbischen als auch in heterosexuellen Beziehungen praktiziert werden.
Schmerzvermeidung und Lustgewinn
Ein Butt-plug kann zur Vorbereitung des Analverkehrs verwendet werdenDer Anus ist aufgrund zahlreicher Nervenenden eine hochgradig erogene Zone, die anale Stimulation wird daher oftmals lustvoll erlebt. Nervenenden findet sich rund um den äußeren Schließmuskel, aber auch der innere Teil sowie der Enddarm können durch Druck und Bewegung stimuliert werden. Die meisten Menschen können durch passiven Analverkehr allein nicht zum Orgasmus kommen, das heißt, sie benötigen zusätzliche genitale Stimulation zum Erreichen des Höhepunktes. Unter Umständen ist ein Orgasmus jedoch auch durch rein anale Stimulation möglich: für Männer geschieht dies durch Stimulation der Prostata, für Frauen durch Anspannung der Beckenbodenmuskulatur.
Wenn das Eindringen behutsam und nicht zu schnell erfolgt sowie genügend Gleitmittel verwendet wird, ist der Analverkehr in aller Regel schmerzfrei. Das Eindringen sollte nie gewaltsam erfolgen, eventuell eintretende Schmerzen sollten als Signal zur vorübergehenden Unterbrechung gesehen werden. Öl- und fetthaltige Stoffe wie Vaseline tragen zur Zersetzung eines Kondoms bei, da sie das Latex des Kondoms angreifen. Nur Gleitmittel auf Wasser- oder Silikon-Basis sind für den Gebrauch zusammen mit Kondomen geeignet.
Als Vorspiel vor dem eigentlichen Analverkehr kann der Anus mit den Fingern stimuliert werden. Sollte das Eindringen des Penis vom passiven Partner wiederholt als schmerzhaft empfunden werden oder mit einem unangenehmen Gefühl einhergehen, so ist mitunter die Benutzung eines Butt Plug möglich. Dabei handelt es sich um ein kegelförmiges Objekt, das vor dem Analverkehr durch den passiven Partner getragen werden kann. Der Butt Plug stellt eine optimale Vorbereitung dar, um die Muskulatur des Anus zu entspannen und leicht vorzudehnen. Ihre spezielle Form verhindert ein Hineinrutschen sowie selbstständiges Herausrutschen aus dem Anus. Butt Plugs können kurz vor dem Verkehr während des Vorspiels benutzt werden oder auch für längere Zeiträume, über mehrere Stunden hinweg, unabhängig vom eigentlichen Geschlechtsverkehr getragen werden.
Gesellschaftliche Verbreitung und Häufigkeit
Gegenüber Analverkehr herrschen zum Teil Vorbehalte, so wird er etwa als unhygienisch oder zwangsläufig schmerzhaft betrachtet, mitunter auch aus religiösen Gründen abgelehnt. Sowohl im Christentum als auch im Islam wurde Analverkehr traditionell als sündhaft und verwerflich angesehen, wenn auch diese Position heutzutage zum Teil liberaler gesehen wird. Oftmals besteht ein prinzipielles Interesse am Analverkehr, jedoch wird das Thema aus Angst vor Desinteresse gegenüber Partner oder Partnerin nicht angesprochen. Insbesondere bei Männern herrscht oft die Meinung vor, Frauen würden dem Analverkehr ablehnend begegnen oder nur dem Partner zuliebe praktizieren. Dies trifft natürlich auf einige Frauen auch zu, andere jedoch empfinden ihn als sehr lustvoll. Teilweise wird der Analverkehr auch von Frauen dem Vaginalverkehr gegenüber bevorzugt.
Auch wenn der öffentliche Umgang mit dem Thema teilweise noch immer durch Tabus besetzt ist, wird der Analverkehr doch von vielen Menschen praktiziert. Durch die zunehmende Offenheit und Präsenz sexueller Themen in den Medien hat sich der Analverkehr unter Homo- wie Heterosexuellen inzwischen als normale sexuelle Spielart etabliert. Dabei zeigt sich in gerade jüngster Zeit, das Analverkehr zunehmend beliebter wird. Unklar ist jedoch, ob tatsächlich mehr Analverkehr praktiziert wird oder lediglich die Bereitschaft gestiegen ist, dies auch in Umfragen ehrlich anzugeben.
Eine Studie aus dem Jahr 2008, durchgeführt von Forschern der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung und der City University ergab, dass 49,1% der Deutschen, unabhängig vom Geschlecht, bereits Erfahrungen mit Analsex gemacht haben. Ein durchschnittlicher deutscher 40-jähriger Mann hatte während seines Lebens Analverkehr mit im Schnitt 10 Partner/innen. Eine Studie in Österreich im Jahr 2006 unter Jugendlichen ergab je nach Regionen unterschiedliche Anteile: in Wien gaben 52 % der Befragen an, Erfahrungen mit Analverkehr gemacht zu haben, im Burgenland waren es lediglich 37 %. Mitunter liegt der Anteil bei Frauen sogar höher als bei Männern: in Deutschland gaben 2007 in einer Umfrage 40 % der Männer und 42 % der Frauen an, schon einmal Analverkehr praktiziert zu haben. Die deutsche Zeitschrift Neon befragte junge Erwachsene im Alter von 20 bis 35 Jahren, mit dem Ergebnis, das 47% der Männer und 57% der Frauen angaben, bereits Analverkehr praktiziert zu haben.
In den USA wird Analverkehr zunehmend unter heterosexuellen Partnern beliebter. So berichtet das amerikanische Centers for Disease Control and Prevention in einer Studie aus dem Jahr 2006 von einer anhaltenden Zunahme in den letzten Jahren.
In Medien pornographischen Inhalts ist der Analverkehr mittlerweile eine regelmäßig dargestellte Spielart.
Insbesondere in Kulturen, in denen auf die Jungfräulichkeit der Frau bei der Eheschließung großen Wert gelegt wird, ist der Analverkehr eine gelegentlich praktizierte Alternative zu vorehelichem (vaginalen) Geschlechtsverkehr, die weder mit dem Risiko einer Schwangerschaft noch einem Verlust des Jungfernhäutchens für die Frau verbunden ist.
Quelle:Wikipedia